| Deutschland |
|
| Erzgebirge |
|
Der Klöppelregion Erzgebirge ist eine
eigene Rubrik gewidmet.
|
|
| Abenberg |
|
Das Klöppeln hat in Abenberg eine jahrhundertelange Tradition. Vermutlich
wurde es von den Schwestern des Klosters Marienburg in Abenberg eingeführt.
Zunächst wurden Leinenspitzen gearbeitet, ehe um 1830 als Besonderheit
geklöppelte Metallspitzen aus Gold- und Silberdraht entwickelt wurden.
|  Goldspitzen |
|
 Musterbuch mit Goldspitzen |
Das erste deutsche Klöppelmuseum in den alten Bundesländern entstand
1981 und war zunächst im Rathaus untergebracht.
|
|
In der Burg Abenberg präsentiert das neu gestaltete Klöppelmuseum
seit September 2001
eine Vielzahl handgearbeiteter Spitzen wie Fächer, Umhänge, Kleider
und Accessoires aus der internationalen Modewelt. Auch die
für Abenberg typische Metallspitze ist in vielen Varianten vertreten.
Neben Klöppelarbeiten werden auch die harten Arbeitsbedingungen
der Klöpplerinnen thematisiert, die diese Arbeiten in Heimarbeit bis
ins 20. Jahrhundert anfertigten.
|  Museum |
|
 |
Jährlich wechselnde Sonderschauen ergänzen die Daueraustellung um
immer neue Facetten des Klöppelns. Im Museumsladen können Spitzen und
Klöppelzubehör erworben werden.
|
|
(besichtigt: 2005)
|
|
| Kürnbach |
|
Oberschwäbisches Museumsdorf
|
Auf dem Gelände des Freilichtmuseums stehen derzeit 32 historische Gebäude, die
aus verschiedenen Orten zwischen der Schwäbischen Alp und der Iller umgesetzt
worden sind. In ihnen wird vom Leben, Leben und Wohnen der Menschen erzählt.
In einem der Häuser, dem Tanzhaus ist eine Trachtensammlung von Mitte des 18.
bis Anfang des 20. Jahrhunderts ausgestellt.
|  Museum |
|
 Tanzhaus |
In keiner anderen Gegend wurden Hauben in so vielen verschiedenen Varianten und
Ausführungen zur bäuerlichen Tracht getragen wie hier.
|
|
Die einfachste war die schwarze Backenhaube mit breiten Kinn- und
Rückenbändern. An der Form des Haubenbodens ließ sich der Glauben ablesen.
Besaß er ein gotische Fensterform, war die Trägerin evangelisch, bei einer
barocken Fensterform katholisch.
Vergleichbar mit den Städtischen Radhauben entwickelte sich ab 1820
ein schmales Rad aus Spitze mit Drahtrand. Der Durchmesser wurde immer größer
und konnte bis zu 40 cm betragen.
|
In der Zeit um 1860 wurde die bäuerliche Radhaube von der städtischen ersetzt.
Ab 1880 wurden alle Trachtenhauben von der Pudelkappe verdrängt.
|
 Katholische Radhauben 1830-1860 |  Bürgerliche Radhauben 1740-1815 |  Radhaube |
|
|
| Niebüll |
|
|
Friesisches Museum
|
Der Friesenverein Niebüll kaufte 1929 ein uthlandfriesisches Ständerhaus und
richtete in dem um 1700 erbauten Hof das Heimatmuseum ein.
Zum Schutz vor Sturmfluten liegt das Reetdach auf Eichenständern, sodaß es
nach dem Eindrücken der Mauern durch das Wasser noch stehen bleibt.
|  |
|
Die Einrichtung besteht aus Möbel aus dem 16. bis 19. Jahrhundert,
Alltagsgegenständen und bäuerlichen Arbeitsgeräten.
Da in der Gegend Auftragsarbeiten der Spitzenklöppelei aus Tondern
ausgeführt wurden, können auch Klöppelutensilien und Spitzen angesehen werden.
Alle Ausstellungsstücke wurden durch Spenden zusammengetragen.
|
|
|
Das Museum ist nur von Juni bis September geöffnet.
|
(besichtigt: 2007)
|
|
| Nordhalben |
|
Die Klöppelschule Nordhalben wurde auf Initiative des
Arbeiterbeschäftigungskomitees des Landes Bayern und eines Plauener
Spitzenfabrikanten etwa 1903 gegründet, um ein Abwandern der Bevölkerung
zu verhindern. 1907 erhielt die Schule ein eigenes Gebäude. Anfangs wurden
nur die Grundbegriffe des Klöppelns gelehrt, um die Schülerinnen schnell
zu befähigen, einfache Meterware zu produzieren.
|  Klöppelschule |
|
 |
Heute liegt das Augenmerk der Klöppelschule nicht mehr auf dem Verkauf, sondern
der Bewahrung der Tradition und der Weiterentwicklung der Klöppeltechnik.
Es wird Unterricht für Kinder und Erwachsene angeboten.
|
|
Die Internationale Spitzensammlung wurde 1986 als Teil der Nordhalbener
Klöppelschule eröffnet. Sie umfasst ca. 400 Exemplare aus dem 18. bis
20. Jahrhundert aus aller Welt.
|  |
|
|
| Tiefenbach |
|
 Tischläufer «Weinlaub», Suse Bernuth, um
1955 |
Hier im Grenzland zu Böhmen wurde 1907 vom bayerischen Staat eine Klöppelschule
gegründet, in der Mädchen und Frauen das Klöppeln erlernen konnten, um sich
einen Nebenerwerb zu schaffen. Zum Vertrieb der Spitzen wurde eine
Spitzenverkaufsgenossenschaft gegründet, um die Klöppelerzeugnisse
ohne Zwischenhändler besser vermarkten zu können.
|
|
Im Jahre 1912 erhielt die Klöppelschule ein eigenes
Gebäude, das heute Rathaus ist und seit 2002 ein kleines Klöppelmuseum
beherbergt.
|  Klöppelmuseum |
|
|
|
(besichtigt: 2005)
|
|
| Haslach |
|
Im ehemaligen Kapuzinerkloster in Haslach ist das Schwarzwälder Trachtenmuseum
untergebracht. In Vitrinen werden die vielfältigen Originaltrachten des
Schwarzwaldes und seiner angrenzenden Gebiete an lebensnahen Figuren gezeigt.
Zu lesen sind auch der jeweilige Name der Tracht, das Verbreitungsgebiet
und die besonderen Trachtenteile.
Hauptsächlich wurden Bauerntrachten zusammengetragen, die sich in Werktags-,
Sonntags- und Festtagstracht unterschieden.
| 
Kloster Haslach |
|

Trachten |
Besonders erwähnenswert sind die in einer Extravitrine zusammengestellten
Hüte und Hauben wie z.B. die Goldhauben. Ihre Tragweisen werden an Hand von
Fotos dokumentiert. Ebenfalls zu bewundern ist mit der Villinger Tracht eine
Radhaube.
| 
Radhaube |
|
Zu guter Letzt zu sehen sind Postkartenmotive mit Trachtenträgern und die
Verwendung der Trachten in der Werbung sowie als Souvenirartikel.
|

Hauben | 
Haube mit Goldspitze | 
Gengenbacher Tracht (Kinzigtal) |
|
besichtigt: 2009
Öffnungszeiten: 1. April - 15. Oktober Di-Sa 9-17 Uhr,
So 10-17 Uhr,
16. Oktober - 31. März Di-Fr 9-12, 13-17 Uhr,
im Januar nur nach Vereinbarung
|
|
| Roth |
|
Seit April 2001 gibt es in Mittelfranken, Bayern das vom Historischem Verein
Roth betriebene Fabrikmuseum. Dieses befindet sich im 1920 errichteten
Gebäude der Firma Leonische Drahtwerke AG.
| 
Fabrikmuseum |
|

Leonische Waren |
An Tafeln wird die Entwicklung der leonischen Waren vom Handwerk zur
Industrie erklärt.
Ausgestellt und vorgeführt werden eine Reihe von Maschinen wie
die Galonmaschine, die Girlandenmaschine, der Stickautomat, die
Topfreiniger-Maschine, die Häkelgalonmaschine, die Handspinnmaschine, der
Schaftwebstuhl, die Fransenmaschine, Jacquard-Bandwebstühle, die
Lametta-Plättmaschine, Kordiermaschinen, die Wickelmaschine und
Flechtmaschinen (24er Klöppelmaschine).
|
|
Die Breite der leonischen Produktion wird in leonischen Musterbüchern gezeigt.
Sie dienten dem Verkauf im Musterzimmer, dem reisenden Vertretern sowie den
Ausstellungen und Messen.
| 
Musterbuch |
|
Ebenfalls zu besichtigen ist ein historischer Sozialraum mit Spinden, einem
Wärmeschrank für mitgebrachte Mahlzeiten, mehrere Waschbecken und einem Abort.
|

Klöppelmaschine | 
Detail | 
Detail |
|
besichtigt: 2008
Öffnungszeiten: Frühlingsanfang - 31. Oktober Sa/So 13:30-16:30
Gruppen nach Voranmeldung
|
|